KonzerteMünchen by IlariaNach dem erfolglosen Versuch so ziemlich alle, die ich kenne zu überreden
mit mir an eines der a-ha Konzerte in Deutschland zu fahren, hatte ich
mich schon damit abgefunden, dass ich nicht dahin gehen würde. Ich
versuchte mir Mut zuzusprechen indem ich mir sagte: Geh doch alleine,
Ilaria!!! Ja, lacht nur...denn ich bin zwar mutig genug, um vier Monate
alleine nach Amerika zu verreisen, aber zögere, wenn es darum geht
die Lieblingsband im Nachbarland zu sehen. Tja, weiss auch nicht recht...
wird wohl sein, weil a-ha eine komische Wirkung auf mich hat. Ich meine,
man bedenke die Aufregung...Ich hatte noch nie die Gelegenheit gehabt
an eines der Konzerte zu gehen und jetzt dieses Comeback und die Tour!
Das war DIE Chance!!! Der Zufall wollte es, dass ich mir gerade in dieser Zeit einen neuen
Computer zugetan hatte und somit die Möglichkeit hatte Internet zu
benutzen. Und so kam ich durch Zufall an zwei andere Fans, auch aus der
Schweiz, die genauso wie ich auf der Suche nach jemanden waren, der mit
an eines der Konzerte ging. Nach einigem hin und her mailen, hörten
wir uns dann am Telefon und trafen uns schliesslich am 25. November am
Bahnhof Solothurn. Wir lernten uns sozusagen bei einer heissen Schokolade
persönlich kennen und etwas später waren wir schon in meinem
kleinen Peugeot unterwegs Richtung München. Monica, Hélène
und ich. Wir haben uns auf Anhieb wunderbar verstanden. Am liebsten hätte
ich nach etwa einer Stunde gleich alle meine skeptischen Bekannten angerufen,
die mich schon fast als Verrückt abgestempelt hatten, weil ich mit
wildfremden auf Reisen ging. Tja...sie haben sich sehr gettäuscht,
denn was daraus entstanden ist, ist eine wunderbare und abenteuerliche
Freundschaft!! Nach sechs a-ha CD´s - wir starteten in Solothurn mit Take On Me und hörten die CD´s der Reihe nach, mit Ausnahme von Headlines and Deadlines, und kamen in München an, als gerade Mary Ellen Makes The Moment Count lief - trafen wir in München ein und begaben uns zuerst zu einem Bekannten von Monica, der für uns die Konzerttickets besorgt hatte. Danach fuhren wir an den Bahnhof, um uns an der Touristinfo Tipps für die Übernachtung zu holen. Uns wurde das Carlton empfohlen... 4 Sterne, Lachs und Prosecco zum Frühstück und das zu einem äusserst günstigen Preis. Den Abend haben wir in München genossen! Wir hatten
einen Riesenspass! Den 26. haben wir dann fast ausschliesslich vor der
Olympiahalle verbracht. Wir waren schon um 12 Uhr da..aber wir waren auch
bereits um 5:30 vor lauter Aufregung aufgewacht. Die Olympiahalle hat
mindestens drei Eingänge und das liess mir und den anderen zwei ehrlich
gesagt keine Ruhe, denn wir wollten umbedingt am bestgelegenen, d.h. der
Bühne am nächsten gelegenen, Eingang stehen. Während wir
so um die Halle spazierten, fuhr ein kleiner Lieferwagen zu und ich fragte
den Fahrer, ob er denn wüsste wo die Bühne steht. Er wusste
es nicht, sagte aber wir sollen mit reingehen. Musste er natürlich
nicht zweimal sagen und schon standen wir in der Halle, wo wir fast eine
Stunde den Aufbau der Bühne bestaunen durften, bevor uns ein Security-Mann
höflich wieder heraus bat. Somit hatten wir ein Weilchen an der Wärme
verbracht und wussten zudem, dass der von uns ausgesuchte Eingang gar
nicht mal so schlecht sein konnte. Je näher die Türöffnungszeit rückte, desto kälter und enger wurde es. Das Reinstürmen an sich war sehr abenteuerlich und ich sage euch...wir mussten um unser Recht kämpfen. Die haben tatsächlich eine der Türen ganz rechts geöffnet und somit sozusagen den zuletzt Gekommenen zuerst Einlass gewährt. Das liess ich mir natürlich nicht bieten...Ich war nicht 600km gefahren und hatte über sieben Stunden vor dieser Halle gewartet, um mich dann so übergehen zu lassen. Ich bin einfach unter die Abschrankung durch und losgerannt, wurde jedoch von einem Security-Mann eingefangen und wieder an die Abschrankung zurück gedrückt. Ich hab' den Typen angeschrien, wie wahrscheinlch noch niemanden zuvor: Was er sich denn bloss denke, ich stünde schliesslich schon seit Mittag da!! Keine Chance. Er machte mich auf die Sicherheitskontrolle aufmerksam. Ich machte also das einzige was mir die Chance auf einen Platz in den vordersten Reihen noch ermöglichen konnte: Ich liess den Security-Mann verdutzt stehen und kletterte unter alle Abschrankungen zur Sicherheitskontrolle hindurch! Aber alles hat sich so gelohnt! Ich weiss noch, dass ich gerannt bin, was das Zeug hält und eigentlich nur darauf konzentriert war zu sehen wo die Mitte der Halle war... Und tatsächlich, da standen wir dann, genau in der Mitte und sozusagen erste Reihe. Es wurde eher zweite draus, weil alle so schrecklich schubsten, aber es war unwichtig. Es war so genial! Das Konzert: WOOOOOWWWWWW!!! Wie gesagt...es war mein erstes a-ha Konzert.
Und da stand ich... vor Morten, mit Monica und Hélène, die
sich die ganze Zeit so süss um mich gekümmert haben. Alleine
wär ich vor lauter Aufregung wahrscheinlich verloren gegangen oder
sonst was. Alles war perfekt.. Ich fand schon die Vorband einsame Spitze: Briskeby... eine neue Liebe!!! Als nach einer endlos erscheinenden Pause dann endlich die Töne von einer Symphonie von Tschaichowsky ertönten (ich glaube die 5te)...wow...die Gefühle, die in mir wüteten sind unbeschreiblich! Schon die Lichtshow alleine war überwältigend. A-ha live zu sehen: für mich fast ein surreales Erlebnis! Die Songs aus dem neuen Album live zu hören war fantastisch! Die alten Hits, die so sehr in unseren Herzen eingeprägt sind, noch mehr... Es ist wirklich schwer zu beschreiben, wie ich mich fühlte als das Konzert zu Ende war, nachdem wir wie verrückt herumgesprungen waren oder bei Balladen wie Hunting High And Low händehaltend fast dahingeschmolzen sind. Ich weiss noch, dass wir uns umarmt haben vor lauter Freude und dass ich noch lange gezittert habe und glaubt mir, nicht wegen der Kälte. Wir haben ausserhalb der Halle noch einige Zeit gewartet bis die Jungs in ihren Limousinen weg fuhren. Und Magne hat uns auch tatsächlich zugewinkt!! Wir standen nämlich etwas abseits der anderen Fans und Moni hatte die Schweizer Flagge mit. Vielleicht hat uns Magne genau deswegen besonders freundlich gegrüsst, denn später haben wir erfahren, dass sie genau an diesem Abend eine Goldene Platte von der Schweizer Warner Bros. gekriegt haben!
Etwa um ein Uhr haben wir uns dann auf dem Heimweg gemacht. Wir mussten alle an diesem Morgen wieder an die Arbeit. Wir haben es auf direktem Wege machen müssen. Ich kann mir denken, wie es Monica und Hélène ging... Ich musste den ganzen Tag meine Schüler vollquatschen und ich hab ihnen auch die CD´s abgespielt... kaum war ich still oder schlimmer noch kaum setzte ich mich, schlief ich fast auf der Stelle ein. Aber ich war so glücklich... es ist unbeschreiblich! Nicht nur hatte ich dieses fantastische Konzert miterleben dürfen, nein, ich hatte auch zwei wunderbare Menschen kennen gelernt, mit denen ich meine a-ha Leidenschaft teilen kann! Es ist eben schon wahr: Liebe und Freude sind das Einzige, das sich vermehrt, wenn man es mit anderen teilt!
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